23.11.2019 - 16:00 Uhr

Friedrich-Ebert-Halle / Harburg

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Zu Gast in Hamburg

Am Donnerstagmorgen, den 3. Mai 2018, begannen wir voller Vorfreude unsere vier-tägige Reise zum Polizeichor Hamburg. Jedes Jahr singen sie ein Frühlingskonzert zusammen mit verschiedenen anderen Chören und Orchester. Dieses Jahr sollten wir dabei sein. Im Morgengrauen starteten wir. Es erwartete uns eine 11-Stündige Busfahrt mit unserer Wunsch-Busfahrerin Cilli, die Staus vorausschauend umfahren und uns somit einen Einblick in umliegende Dörfer geboten hat. Da wir früher als gedacht in Hamburg ankamen, konnten wir uns im Hotel noch kurz frisch machen, um anschließend im Polizeipräsidium mit den zahlreichen Herren des Polizeichores gemeinsam zu Abend zu essen. Wir wurden sehr herzlich mit dem Ständchen „Hallo Hamburg“ und einer Runde Kümmel-Medizin begrüßt. Wir erwiderten den Gruß mit „Dat du min Leevsten büst“.

Vielen herzlichen Dank dem Hamburger Polizeichor, dass Sie uns hier komplett zu Essen und Trinken einluden. Anschließend kamen wir im Presseraum zu einer gemeinsamen Probe mit dem „Johannes-Brahms-Chor Hamburg“ (unter der Leitung von Kazuo Kanemaki) und dem „Polizeichor Hamburg von 1901“ (unter der Leitung von Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka) zusammen. Nachdem die Platz- und Stimmverteilung geklärt war, probten wir die drei gemeinsamen Stücke. Da wir beim „Einzug der Gäste“ ( aus „Tannhäuser“) nicht mitwirkten, konnten wir unseren Gastgebern lauschen. Zur Abfahrt ins Hotel gegen 21:00 Uhr gab es noch eine Runde Kümmel-Medizin, auf dass wir gesund bleiben und jede bekam als Erinnerung noch einen „I LOVE Hamburg“- Beutel. Ein Alsterspaziergang bei untergehender Sonne und ein Besuch an der Hotelbar rundete den Tag ab.

Nach einem reichhaltigen Frühstück besuchten wir am Freitagvormittag die Elbphilharmonie, wo wir eine wunderbar spritzige Führung durch Nadine genossen. Die lange, gebogene Rolltreppe führt auf ein Zwischengeschoß, eine weitere zur Besucherebene. Dort konnte uns Nadine viele Pleiten und Pannen sowie einige Kostenpunkte näher bringen. Bei dem Rundgang hatten wir, auch dem wundervollem Wetter zu verdanken, einen herrlichen Blick über Hamburg. Zu unserer Überraschung gab es abschließend noch typisch hamburgisches Gebäck in Form von „Franzbrötchen“ für uns. Als Dankeschön gaben wir „Swing the Prélude“ zum Besten. Die übrigen Besucher waren sichtlich überrascht und quittierten unser Ständchen mit spontanem Applaus.img 4899 2

Ja wir haben mit unseren 5 Jahren schon in der Elbphilharmonie gesungen. Wie es nun mal so ist, suchten einige Sängerinnen vor der Weiterfahrt noch   die wenigen stillen Örtlichkeiten auf die in diesem Gebäude zu finden sind. Sehr enttäuschend haben diese fünf Gelegenheiten den Charme von   Bahnhofstoiletten. Da ist vom Wert auf Optik und Akustik nichts zu spüren. Doch das nur am Rande. Weiter im Programm, begann um 12:00 Uhr die   Stadtrundfahrt mit „Jumbo“. Wir waren schon etwas gespannt (im Besonderen Helena) was bzw. wer sich hinter diesem Namen verbirgt. Es war Gerd   Brandt, ein redseliger Herr der uns nicht nur 2 Std. Hamburg zeigte, sondern uns auch zu einem reichlichen Mittagsbuffet führte, um danach noch weiter  über die schönen und weniger schönen Ecken mit Hamburger Charme und Humor aufzuklären. Ganze vier Stunden wurden aus den geplanten zwei  Stunden. Mit dabei war die Fahrt durch den Elbtunnel, am Containerhafen vorbei, über die Reeperbahn, durch einige Villen-Viertel, um die Außenalster  bis zum Hotel mit Zwischenstopp an einem Steg. Für die Polizistinnen unter uns, brachte uns Jumbo zum „Schulterblatt“ und der „Roten Flora“, wo wir  entsprechend „freundlich“ begrüßt wurden. Nähere Auskünfte, was es mit „Schmatzi-Pup“, „gib Schnur“ oder der „Buffetfräse“ auf sich hat, können bei  denen erfragt werden die dabei waren, denn das würde jetzt den Rahmen sprengen. Der Nachmittag bzw. Abend war zur freien Verfügung. Von gemütlich  Kaffee trinken, über die Reeperbahn schlendern, das Musical seiner Wahl besuchen oder einfach nur in Ruhe den Abend genießen war alles dabei. Zu  später Stunde sahen sich viele Gesichter an der Hotelbar zum Tagesausklang wieder.

Samstag war unser Konzert-Tag. Normalerweise sagt man: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen! Wir hatten nun schon vorweg zwei Tage Vergnügen, so blieb es nicht fern auch einmal zu „Arbeiten“. Doch war es uns auch ein Vergnügen in der Laeiszhalle zu singen. Um 10:30 Uhr trafen wir uns bereits im Hotel zur Probe. Anschließend durften wir uns mit den Männern in der Laeiszhalle einsingen. Wenig später traf auch der Johannes-Brahms-Chor ein. Soundcheck und Stellprobe folgten. Die Stimmung untereinander war sehr gut und so brachten wir die Zeit mit „Snaken“ und Fotos schießen gut herum bis das Konzert um 15:00 Uhr begann. Ein wenig schade war die Tatsache, dass wir von den anderen Darbietungen leider nicht viel mitbekommen konnten. Einige hätten doch sehr gerne gehört, was unsere Gastgeber zum Besten gegeben haben. Unser Programm im ersten Teil waren: „Die Gedanken sind frei“, „Gabriellas Lied“, „Swing the Prélude“ und „Eine neue Liebe“. Im zweiten Teil folgten der „Kriminaltango“, „Somewhere over the rainbow“ vom Ensemble dargeboten und „Dat du min Leevsten büst“. Aus der Not heraus, da unser Pianist Gregor Wossilus aus persönlichen Gründen verhindert war, durfte unsere Esmeralda uns bei zwei Stücken, dem „Kriminaltango“ und „Dat du min Leevsten büst“ mit ihrem Akkordeon begleiten. Es stellte sich als die beste Art heraus wie wir diese Stücke in Szene setzen konnten. Besonders in einer Stadt wie Hamburg. Zum Finale des Konzertes sangen alle drei Chöre zusammen, begleitet durch das hervorragende Bundespolizeiorchester Hannover (unter der Leitung von Matthias Wegele) aus „Carmina Burana“ „Ecce gratum“ und „O Fortuna“. Ein überwältigendes Gefühl das mit dem „Wiegenlied“ von Johannes Brahms vollendet wurde. Es war mir und uns eine Ehre in der Hamburger Laeiszhalle mit so vielen Musikbegeisterten unser Bestes zu geben. Es war das erste Mal, dass wir vor einem so großen Publikum von mehr als 1000 Zuhörern gesungen haben und auch auf einer solch großen Bühne. Ich denke wir können uns wirklich sehen und vor allem auch hören lassen. Das wurde uns auch mit viel Beifall bestätigt. An dieser Stelle möchte ich unserer Chorleiterin Dr. Evi Haberberger unseren Dank aussprechen, dass sie sich unserer Fähigkeiten bewusst ist, uns mehr zutraut als wir selbst und uns entsprechend herausfordert.

Wenig später fanden wir uns mit unseren Gastgebern zum gemeinsamen und wohlverdienten Abendessen im Fischerhaus Restaurant Hafenblick ein. Auch hier gaben die Herren vom Polizeichor noch einige Lieder zum Besten. Da wollten wir lieber „keine Schokolade“, gaben Tipps wie wir „Mädchen“ ticken und gaben dem Polizeichor und ihren Damen den „Irish Blessing“ mit auf den Weg. Toppen konnten das die Männer nur noch mit einem tollen und wertvollen Geschenk zur Erinnerung an diese Reise nach Hamburg in Form eines Handgefertigten Buddelschiffs. Die „Preußen“ fuhr zwischen 1902 und 1910 zur See. Vielen herzlichen Dank für diese wundervolle Überraschung. Der Tag neigte sich dem Ende. Doch hatten einige noch genug Energie um unser internes Repertoire aufzubessern mit selbst gedichteten Strophen auf die Melodie von „Die Gedanken sind frei“. Das musste dann natürlich an der Hotelbar noch vertont werden. Vergnügt, erleichtert und auch etwas müde ließen wir den Tag ausklingen.

Am Sonntagmorgen hieß es dann Abschied nehmen von einer schnell liebgewonnenen Stadt. Nach dem Frühstück traten wir die Heimreise an.
Herzlichen Dank an Cilli vom Busunternehmen Wiesheu, die uns so sicher durch alle Engstellen und wieder nach Hause lenkte. Vielen herzlichen Dank natürlich auch dem Organisator und 1. Vorstand des Polizeichors Hamburg Gerhard Dammann, dass wir kommen durften, für die gute Verpflegung und dass alles so gut geklappt hat. Und nicht zu Letzt vielen lieben Dank an Helena, die uns alles so hervorragend organisiert hat und als Sprachrohr unseres Chores alles mit Gerhard Dammann arrangierte. Es war schön mit euch. Ich freu mich auf die nächsten Proben. Denn nach dem Konzert ist vor dem Konzert.


  Vereidigungen                                                                   14. März, 12. und 18. April 2018

Die Polizei stockt auf. Das kann man ganz deutlich an den Vereidigungen der Polizeibeamten erkennen. Waren es vor einigen Jahren noch je eine Vereidigung in Frühjahr und eine im Herbst, so sind es inzwischen jeweils drei Vereidigungen geworden, jedes Mal mit ca. 100 Polizeianwärterinnen und –anwärtern. So auch bei den drei oben genannten Frühjahrsterminen. Das ist mehr, als aus dem aktiven Dienst ausscheidet, wie bei den Ansprachen immer wieder betont wird.

Das Polizeiorchester und der Polizeichor Hamburg geben dieser Veranstaltung im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses einen würdevollen Rahmen. Das Polizeiorchester unter der Leitung von Dr. Kristine Kresge beginnt meist mit einem klanggewaltigen Stück, das oft die großen Kristalllüster zittern lässt. Dann begeben sich der Polizeipräsident, Ralf Martin Meyer oder sein Vize, Wolfgang Brand, an das Rednerpult, um die Anwärter zu begrüßen und auf ihre kommenden Aufgaben einzustimmen. In diesem Jahr gab es einige besondere Anwärter: 11 ehemalige Soldaten wechselten im Rahmen eines bundesweit bisher einmaligen Projekts mit einer verkürzten, 18-monatigen Ausbildung in den Polizeidienst. Dazu begrüßte der Polizeipräsident sieben norwegische junge Polizeibeamte in fließendem Norwegisch - Gäste eines deutsch-norwegischen Austauschprogramms. Danach singt der PCH. Meistens sind es maritime oder populäre englische Lieder, die von Akkordeon oder E-Piano begleitet werden. Das Ganze ist dann etwas besinnlicher als der Beitrag des Polizeiorchesters zuvor und leitet über zu den Gedanken zum Polizeiberuf, die von zwei oder drei Lehrgangsteilnehmern abwechselnd vorgetragen werden. Unterschiedliche Aspekte werden hier deutlich. Ob es die Einstellung zum Polizeiberuf im Allgemeinen und die Erwartungen daran, oder die Erfahrungen der ersten Monate der Ausbildung sind. Teils humorvoll, teils aber auch voller Respekt vor dem Kommenden sind die Kommentare geprägt. Hieran schließt sich ein weiterer musikalischer Teil an, der vom Chor und dem Orchester gemeinsam vorgetragen wird. Mal ist es ein Opernchor, ein Evergreen oder z.B. die „Festliche Hymne“ aus Finlandia von Jean Sibelius. Etwas Abwechslung ist angesagt, obwohl die zu Vereidigenden und ihre Gäste immer andere sind. Die Offiziellen und Honoratioren aber sind gewöhnlich die Gleichen.

Die eigentliche Ansprache zur Vereidigung hält der Präses der Behörde für Inneres und Sport, Andy Grote, oder, wenn er verhindert ist, sein Staatsrat. Hierin weisen sie auf die Bedeutung des Eides hin, mit dem die Anwärter sich verpflichten, die Verfassung und die Gesetze zu wahren und die Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. Zur Ablegung des Eides treten die jungen Polizisten gemeinsam vor und werden anschließend per Handschlag vom Polizeipräsidenten und dem Senator beglückwünscht. Mit den Hymnen „Hammonia“ und dem Deutschlandlied geht der Festakt zu Ende. In den Nebenräumen ist dann Zeit für alle Anwesenden, bei einem kleinen Umtrunk das eben Geschehene nachklingen zu lassen.

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