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Rückblicke auf viele Jahre Chorgeschichte seit 2008.

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Weihnachtskonzerte in der Laeiszhalle                                    20.12.2009

Der Terminkalender hatte uns bis zu diesem Tag fest im Griff. Nun sollten als Höhepunkt des Chorjahres „nur noch“ die beiden Weihnachtskonzerte erfolgreich überstanden werden. Das Ereignis, das uns seit August bei unseren Proben immer vor Augen stand. Werden wir wieder so erfolgreich sein, wie bei den vergangenen Weihnachtkonzerten? Denn diese Veranstaltungen sind kein Selbstgänger, wie unser Vorsitzender, Peter Hinsch, bei seiner Begrüßung betonte. Jedes Jahr müssen wir unser Publikum neu gewinnen, um bei den folgenden Konzerten in vollen Sälen auftreten zu können. Das ist uns auch in diesem Jahr (2700 Besucher) wieder gelungen, so wie es uns die positiven Stimmen nach den Konzerten bestätigten. Nachdem der Polizeichor im Frühlingskonzert mit seinen Beiträgen nach Meinung vieler ein wenig zu kurz gekommen war, hatten wir uns für diese Konzerte viel mehr an Präsenz vorgenommen. Insgesamt 17 Lieder waren einzustudieren, davon 12 im „Alleingang“, der Rest mit den Alsterspatzen, dem Chor der Staatsoper Hamburg und Jugendsinfonieorchester Ahrensburg.

Die Bühne der Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg ist groß, doch wenn insgesamt 160 Mitwirkende auf der Bühne Platz finden sollen, wird es hin und wieder ein wenig eng. Die Organisation hatte jedoch alles getan, um ein stimmiges Bild auf die Bühne zu bekommen und die Mitwirkenden richtig in Szene zu setzen. Geschmückt von zwei riesigen Tannenbäumen mit roten Schleifen und Kugeln und der Tannendekoration am Bühnenrand erstrahle die Bühne in weihnachtlichem Glanz, als der Polizeichor Hamburg zusammen mit den Hamburger Alsterspatzen die Bühne betrat. zum Auftakt erklang aus der Messe bréve No. 7 das Gloria, begleitet auf der Orgel von Annerose Witt. Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, begrüßte die Gäste und Ehrengäste im ausverkauften Saal und bat nachmittags den stellvertretenden Polizeipräsidenten, Reinhard Fallak, und abends den Polizeipräsidenten, Werner Jantosch, um ein Grußwort. Beide betonten die angenehme Verbindung und die guten Kontakte zum Polizeichor und freuten sich auf die Einstimmung zur Weihnachtszeit. Als Moderatorin begrüßte Peter Hinsch dann die aus vielen Sendungen des Norddeutschen Fernsehens bekannte Moderatorin und Journalistin Julia Sen. Sie erschien in einem festlichen langen, schwarzen Seidenkleid und sagte den ersten Soloteil des Polizeichores an. Fünf besinnliche Lieder, beginnend mit „Schäfers Sonntagslied“, dann „Wenn ich ein Glöcklein wär“, und aus der Deutschen Messe von Franz Schubert das „Sanctus“ und „Wohin soll ich mich wenden“. Zum Schluss ebenfalls von Franz Schubert, „Die Nacht“, die die Zuhörer in ihren Bann zog. Dies alles a capella und in gemischter Aufstellung, d.h. Bässe und Tenöre standen nicht mehr getrennt nach Stimmen, sondern sollten durch diese „amerikanische Aufstellung“ das Klangbild verbessern, wie unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, im Vorfeld immer wieder betonte – und was sich als richtig herausstellte.

Die Hamburger Alsterspatzen betraten nun für ihren Soloteil die Bühne. Der Chor wird seit 30 Jahren von ihrem Gründer, Jürgen Luhn, geleitet und ist weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt geworden. Mit fröhlichen Weihnachtsklängen von „O Freude über Freude“ bis hin zu „Jingle Bells“ klangen ihre hellen Stimmen durch den Saal. Unterstützt wurden sie durch „One Voice“. Das ist der Chor der „älteren“ Mädchen bei den Alsterspatzen. Der Chorleiter selbst begleitete „seine“ Mädchen und drei Jungen am Flügel.

Was sind unsere Weihnachtskonzerte ohne das Jugendsinfonieorchester Ahrensburg unter der bewährten Leitung von Prof. Michael Klaue? Er versteht es immer wieder, junge Menschen der klassischen Musik zuzuführen. Aus seinem Orchester sind schon viele großartige Instrumentalsolisten hervorgegangen. An diesem Abend brachten sie die „Havanaise“, Op. 83, ein Konzert für Violine und Orchester von Camille Saint-Saens. Johanna Erdelbrock war die vielumjubelte Solistin an der Violine. Vor der Pause folgte, vorgetragen von allen Mitwirkenden, der „Mondaufgang“ aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolai. Diese schmeichelnde Melodie belohnte das Publikum mit großem Applaus.

Im zweiten Programmteil bewiesen die Akteure noch einmal was in ihnen steckt. Es begann wieder der Polizeichor Hamburg a capella mit einem Spiritual „All night – all day“, in dem Rainer Maerz als Solist sein Können bewies. Die „Hymne an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven wurde sehr langsam und eindrucksvoll dargeboten. Für Kazuo Kanemaki unsere beste Leistung in diesem Konzert. „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ und das „Gloria in excelsis Deo“ von Wilhelm Heinrich rundeten diesen Part ab.

Die Weihnachtskonzerte des Polizeichors Hamburg leben von den Gegensätzen, die in der Programmfolge ihren Niederschlag finden. Das Jugendsinfonieorchester brachte gleich zwei Stücke zu Gehör. Zunächst die „Playful Pizzicato“ aus der „Simple Symphonie – Op. 4“ von Benjamin Britten, die von den Streichern nur gezupft wurde. Ein wunderbares Klangerlebnis. Als der Beifall verebbt war, kam Michael Klaue mit einer ehemaligen Schülerin, Jessica Turnbull-Thieme, auf die Bühne. Sie war die Solistin in dem Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 10, 2. Satz von Carl J. Stamitz. Julia Sen erzählte, dass Frau Turnbull-Thieme 20 Jahre die Klarinette nicht angefasst hatte und nun schon nach drei Jahren wieder 1. Klarinettistin im Symphonieorchester Hamburg ist. Übrigens wirken ihre beiden Söhne inzwischen auch im Jugendsinfonieorchester Ahrensburg als Streicher mit. Musik steckt an und motiviert zum Mitmachen.

Jetzt wurde es richtig weihnachtlich mit den Alsterspatzen. Sie ließen sechs fröhliche Weihnachtslieder erklingen, und wurden mit viel Applaus bedacht. Ein kleiner Alsterspatz kam an den Bühnenrand und trug das Gedicht „Von drauß‘ vom Walde komm‘ ich her“ vor. Eine Weihnachtstüte mit Süßem war der Lohn für das gekonnt vorgetragene Gedicht. Der Polizeichor zeigte sein Können mit „Freuet euch all‘“ von Georg Friedrich Händel, einem „O Tannenbaum“ mit einem Chorsatz, der in Japan entstanden ist, und ganz gefühlvoll zum Schluss eines des schönsten Weihnachtslieder „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Zum großen Finale versammelten sich wieder alle auf der Bühne, um aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach „Herrscher des Himmels“ mitreißend darzubieten. Aber eines darf zum Ende unserer Weihnachtskonzerte nicht - mehr? – fehlen: Das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel.

Dieser Mix aus hellen und dunklen Stimmen, die gegen- und miteinander das Halleluja singen.. Und dann die gewaltige Klangfülle aller Instrumente. Das ist ein Erlebnis und ließ manchem Zuhörer einen Schauer über den Rücken laufen. Bravo-Rufe und donnernder Applaus waren die Antwort des Publikums als der letzte Ton verklungen war. Es war jetzt die Zeit gekommen, „Auf Wiedersehen“ zu sagen und sich bei den Akteuren zu bedanken für ein wirklich gelungenes Konzert. Unser Vorsitzender überreichte den Orchester- und Chorleitern, den Solistinnen und der Moderatorin die wohlverdienten Blumensträuße. Dann kamen die Weihnachtsmützen auf den Kopf und alle auf der Bühne und im Saal stimmten „O du fröhliche, o du selige“ an. Ein wundervoller Nachmittag bzw. Abend ging damit zu Ende.

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